Die TVS Trabantvermietung Sachsen erweitert den Fuhrpark
Trabant Restaurierung: Da unser papyrusweißer Trabant 601S Universal demnächst nach vielen Jahren treuem Dienst einem vollständigen Neuaufbau unterzogen werden soll, haben wir damit begonnen, einen weiteren Trabant Kombi zu restaurieren, der unsere Mietflotte demnächst ergänzen wird: einen panamagrünen Trabant Baujahr 1988, der schön länger auf seinen Einsatz wartet und 20 Jahre lang geduldig darauf gewartet hat.
Trabant Restaurierung & Neuaufbau als Voraussetzung
Da wir unseren Gästen natürlich nur Fahrzeuge in top Zustand anbieten wollen, ist die Trabant Restaurierung eine zwingende Voraussetzung für den Einsatz in unserem Mietpark. Fast 40 Jahre alter Autos müssen vorm ihrem Einsatz als Miet-Oldtimer grundhaft instandgesetzt werden und deshalb beginnen wir mit der vollständigen Zerlegung des Fahrzeuges.
Strahlen, Schweißen und Grundieren
Entscheidendes Bauteil ist das Stahlblech-Karosseriegerippe des Trabant, das nach fast vier Jahrzehnten einige Rostschäden aufzuweisen hat. Die Rohkarosserie wird komplett sandgestrahlt, anschließend geschweißt, nochmals gestrahlt und dann zinkgrundiert.
Der gesamte Restaurierungs-Prozess bei YouTube
Die Trabant Restaurierung wird bei YouTube in einem mehrteiligen Video dokumentiert. In einer Playlist auf unserem YouTube-Kanal werden alle Teile der Dokumentation zusammengefasst. Hier kann man sich Schritt für Schritt die Trabant Restaurierung ansehen und dabei zuschauen, wie aus einem alten und verschlissenen Trabant wieder ein Neufahrzeug entsteht. Wir wünschen viel Spaß!
Komplett neuer Lackaufbau am Unterboden
Um dem Rost für die nächsten Jahrzehnte sicher zu begegnen, wurde vorm Sandstrahlen der komplette alte Bitumen-Unterbodenschutz vom Karosserie-Bodenblech entfernt. Eine wenig erquickliche, aber notwendige Arbeit, die dem Strahler das Leben etwas erleichtert. Ab Werk wurde diese schwarze Masse direkt auf die Grundierung aufgetragen – langfristig ein großer Nachteil, weil es durch Rissbildung und Unterwanderung durch Wasser und Salz immer zu Korrosionsschäden am Unterboden kam.
Nach dem Strahlen, Schweißen und grundieren haben wir den Unterboden nochmals mit Epoxydharz-Grundierung vorgrundiert, in einem ersten Schritt lackiert, dann alle Nähte abgedichtet und überlackiert, danach einen modernen, überlackierbaren Kautschuk-Kunstharz-Steinschlagschutz aufgetragen.
Final wurde der Unterboden dann in Wagenfarbe Panamagrün lackiert. Statt des originalen Zweischicht-Aufbaues (Grundierung und Unterbodenschutz) gibt es jetzt einen fünflagigen Aufbau aus Zinkgrund, Epoxy-Grund, Lack, Steinschlagschutz und nochmal Lack – das wird dem Fahrzeug für Jahrzehnte zu weiterer Haltbarkeit verhelfen.
Nun folgt die Vorlackierung der Karosserie in den Bereichen, die später unter der Duroplast-Beplankung liegen und nicht mehr erreichbar sind. Auch diesen Arbeitsschritt hat es beim Hersteller, dem VEB Sachsenring Automobilwerke Zwickau, nie gegeben. Die Kunststoffteile wurden direkt ans grundierte Karosserieskelett montiert. Die Folge war früher oder später massive Korrosion an den Radlaufkanten und in anderen verdeckten Bereichen, weil all diese Blechteile nie lackiert wurden. Vom rostfreien Kunststoff verdeckt, rosteten sie im Verborgenen – bis hin zum Totalschaden an der Karosserie.
Nun erfolgt die Beplankung mit den Kunststoffteilen der Karosserie-Außenhaut. Zuerst werden die Türen beplankt und mit Dichtungen und Schlössern in die Karosserie eingebaut. Anschließend werden sie so eingestellt, daß sie gut, leicht und dicht schließen. Erst danach erfolgt die Montage der vier Kotflügel, deren Kontur und Maßhaltigkeit sich grundsätzlich an den Türen ausrichten. Dies ist bei einer Trabant Restaurierung unbedingt zu beachten.








